Die Kurhessenbahn legte den Grundstein für eine neue und moderne Fahrzeugwerkstatt

Zweigleisige Instandhaltungswerkstatt mit angeschlossenem Sozialgebäude in Korbach - 22 neue Arbeitsplätze in der Region - Vorstellung der neuen Triebwagen für das Nordwesthessen-Netz

(Korbach, 29.09.2017) Als wichtige Grundlage für einen modernen und zeitgemäßen Schienenpersonennahverkehr investiert die Kurhessenbahn (KHB) im Zentrum des Nordwesthessen-Netzes rund 11,5 Mio. Euro in den Neubau einer Werkstatt für die Instandsetzung von 27 Dieseltriebwagen. Im Bahnhof Korbach wird eine zweigleisige neue Instandhaltungswerkstatt mit angeschlossenem Sozialgebäude für die Instandhaltung der Triebzüge gebaut. Zudem wird eine neue Außenreinigungsanlage (ARA) errichtet, vor die zusätzlich eine Unterflurreinigungsanlage gebaut wird.

In der Werkstatt sollen betriebsnahe Bedarfsreparaturen und mobile Instandsetzungen sowie der Komponententausch (Radsätze, Drehgestelle, Motoren, Getriebe, etc.) durchgeführt werden. Durch die eigene Werkstatt wird die Fahrzeuginstandhaltung sowohl in zeitlicher, wie auch in qualitativer Hinsicht deutlich verbessert. Uns das äußere Erscheinungsbild der Fahrzeuge wird durch eine neue Außenreinigungsanlage wesentlich verbessert. Im Zweischichtbetrieb wird mit je 7-8 Mitarbeitern gearbeitet. Insgesamt schafft die Kurhessenbahn in Korbach 22 Arbeitsplätze.

Die Kurhessenbahn hat am 29. September mit geladenen Gästen aus Politik und den Verkehrsverbünde den Grundstein für den Neubau einer Fahrzeugwerkstatt in Korbach gelegt. Gleichzeitig wurde die neue Generation Triebzüge der Baureihe 642 vorgestellt, die sukzessive die derzeitigen Fahrzeuge ablösen werden.

Diese Fahrzeuge werden im Werk Kassel der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH gemäß den vertraglichen Vorgaben durch die Verkehrsverbünde umgebaut. Dabei wird die Sitzlandschaft angepasst und der Mehrzweckbereich sowie die 1. Klasse vergrößert. Das Fahrgastinformationssystem ist komplett neu gestaltet. Im Türbereich befindet sich jeweils ein Informationssystem mit Displays und die Innen- und Außenanzeigen werden erneuert und vergrößert. Der Innenraum verfügt über 9 Steckdosen und ist mit Videoüberwachung und LED-Beleuchtung ausgestattet. Die Leistung des Fahrzeuges wird auf 315 KW gesteigert. Von außen glänzt das Fahrzeug durch die neue Lackierung wie neu und Ansagen sind durch die eingebauten Außenlautsprecher auch dort hörbar. Für den täglichen Einsatz werden die Fahrzeuge dann zusätzlich mit Schiebetritte ausgerüstet, was einen bequemeren und barrierefreien Einstieg ermöglicht.

In Korbach sagte Hans-Martin König, Leiter Infrastruktur der Kurhessenbahn, zur neuen Werkstatt: „Durch die eigene Werkstatt wird die Fahrzeuginstandhaltung sowohl in zeitlicher, wie auch in qualitativer Hinsicht deutlich verbessert“.

Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich lobte die Entscheidung der Kurhessenbahn, die Werkstatt in der Kreisstadt zu errichten. Er sprach auch davon, dass die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Korbach und Frankenberg ein Glücksfall für Korbach gewesen sei.

Landrat Dr. Reinhard Kubat erinnerte in diesem Zusammenhang an das hessenweite Schülerticket, mit dem junge Menschen nun zum Teil kostenlos oder für 365 Euro im Jahr uneingeschränkt den ÖPNV nutzen können. „Das wird sich auch positiv auf den Landkreis und auf Korbach auswirken“, sagte er.

Steffen Müller vom NVV sagte, dass sich mit Blick auf Waldeck-Frankenberg die Räder auch in Zukunft weiterdrehen werden. Die Taktung der Züge solle weiter verringert werden.

Geschäftsführer der RegioNetze, Jürgen Dornbach, wagte bereits einen Blick in die Zukunft und sprach von der möglichen Elektrifizierung unserer Strecke zwischen Wolfhagen und Obervellmar sowie den Einsatz von Hybridfahrzeugen.

Erfahren Sie mehr zum Neubau der KHB-Werkstatt in Korbach