Staatsminister Kaweh Mansoori sagt: "Nicht jede Bahnstrecke lässt sich von heute auf morgen vollständig mit Oberleitungen elektrifizieren. Deshalb ist es richtig, die vorhandene Infrastruktur intelligent zu nutzen und dort mit Batteriezügen Diesel zu ersetzen, wo das schon heute möglich ist. Das Projekt in Nordwesthessen verbindet Klimaschutz mit Pragmatismus: Wir senken Emissionen und sammeln zugleich wichtige Erfahrungen dafür, wo wir die Infrastruktur künftig gezielt weiterentwickeln müssen."
“Mit dem Einsatz der drei neuen Fahrzeuge wird ein weiterer Schritt hin zu einem modernen Nahverkehr vollzogen. Gleichzeitig bietet der fünfjährige Testbetrieb die Chance, wertvolle Erfahrungen mit der neuen Technologie zu sammeln und damit die Weichen für einen zukunftsfähigen Schienenverkehr in unserer Region zu stellen”, sagt NVV-Geschäftsführer Marian Volmer.
André Kavai, RMV-Geschäftsführer, sagt: "Mit Batteriezügen sammeln wir im RMV seit Beginn dieses Jahres bereits gute erste Erfahrungen. Im Kurhessennetz gehen wir nun gemeinsam für den ÖPNV in Hessen den nächsten Schritt: Über fünf Jahre wollen wir erproben, wie sich die BEMU-Fahrzeuge zuverlässig und wirtschaftlich im Regelbetrieb einsetzen lassen. Unser Ziel ist ein attraktiver ÖPNV – und dazu gehört auch, den Schienenverkehr weiter emissionsärmer zu machen und den Dieselbetrieb Schritt für Schritt abzulösen."
“Wir wollen neue Technologien nicht nur diskutieren, sondern alltagstauglich auf die Schiene bringen – mit anwendungsorientierter Forschung im besten Sinne. Denn nur so können wir uns für die Zukunft wirtschaftlicher, moderner und kundengerechter aufstellen. Gleichzeitig senden wir ein starkes Signal an die Menschen in der Region: Innovation findet nicht nur in den Metropolen statt. Auch im ländlichen Raum entstehen echte Lösungen für eine nachhaltige Mobilität”, sagt Christiane Auffermann, Vorständin des NWL.
Nicole Berlin, Vorständin Schiene DB Regio sagt: "Gerade im Flächennetz ist die teure und aufwendige Elektrifizierung der Strecken eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten. Die Akkuzüge sind mit Blick auf diese Strecken eine echte Chance. Denn nur mit wenigen Oberleitungsinseln zum Aufladen der Akkus können wir viel Fahrstrecke abdecken. Mein Dank geht an die Aufgabenträger für ihre Bereitschaft, in dieses Pilotprojekt zu investieren. Nur so können wir gemeinsam wertvolle Erfahrungen mit der Technologie sammeln, von denen am Ende der Nahverkehr in ganz Deutschland profitiert."
"Für uns als Kurhessenbahn ist jetzt vor allem wichtig, dass aus der neuen Technik verlässlicher Alltag wird. Dafür haben unsere Kolleginnen und Kollegen in den vergangenen Monaten die betrieblichen und technischen Voraussetzungen geschaffen. Darauf bauen wir jetzt weiter auf und treiben die Umsetzung mit großem Engagement voran. Wir freuen uns darauf, die neuen Fahrzeuge bald auf unseren Strecken einzusetzen und unseren Fahrgästen die Vorteile moderner, leiserer und lokal emissionsfreier Mobilität unmittelbar erlebbar zu machen", sagt Jens Wrabletz, Sprecher der DB RegioNetz Kurhessenbahn.